Tabakkrieg (1999)

Tabakkrieg
Um das Jahr 1834 wurde in Freudenberg erstmals Tabak angebaut. Anfangs des 20. Jahrhunderts erreichte er Spitzenqualitäten, so dass pro Jahr 1500 - 1800 Zentner verkauft werden konnten.

Nach dem Krieg gründen die Freudenberger 1918 eine eigene Tabak-Genossenschaft mit dem Vorsitzenden Zögler.

In einer Nacht-und-Nebel-Aktion schicken sie im Frühjahr 1919 unter dem falschen Etikett “Kaffee-Ersatz” einhundert Zentner Tabak per Bahn nach Miltenberg. Von dort aus soll er “ohne Zoll und Steuer” direkt zur Fa. Brinkmann nach Bremen gehen, wodurch sich man einen höheren Preis erwartet.

Im Miltenberg aber fliegt die Sache auf, die Ladung wird beschlagnahmt, weil jemand den Coup verraten hat.

Kurzentschlossen ziehen die Freudenberger unter der strategischen Führung des „roten“ Steffel nach Miltenberg über die Landesgrenze, besetzen dort Rathaus, Amtsgericht und Polizeistation und holen sich ihren Tabak gewaltsam zurück.

Der Jubel zuhause ist groß, Steffel und die Beteiligten werden als Helden gefeiert. Doch Justitia lässt nicht lange auf sich warten.

Autor: Reinhold Massag
Regie: Dominik Neuner

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