Süßkind (2001)

Suesskind
Schauplatz des Spieles um Minne, Mord und Macht ist die Freudenburg. Burgherr Ritter Leupold ist schwerkrank, sein Schwager Nidger, ein fanatische Kreuzritter, leidet unter Waschzwang und Blutangst.

Zu einen Minnesängerwettbewerb auf der Burg sind zahlreiche Gäste geladen. Der aus Wertheim eintreffende Medicus und die Begine Michaela spüren ein Netz voller Intrigen und decken mit Hilfe der Freudenberger Fresken in der Friedhofskapelle furchtbare Machenschaften auf.

Der Judenhasser Nidger will mithilfe seiner Schwester Adelheid, Leupolds zweiter Frau, sich des Burglehens bemächtigen. Für den mörderischen Komplott mobilisiert er Bauern, die sich im „Rindfleischpogrom“ brutal gegen die Freudenberger Juden hervorgetan haben.

Mit der Ermordung des Malers, einem Anschlag auf den Medicus und der Entführung Michaelas überschlagen sich die Ereignisse.

Der jüdische Minnesänger Süßkind deckt jedoch die wahre Identität Michaelas auf, die in Wahrheit die vermeintlich um die Ecke gebrachte erste Frau Leupolds ist.

Das Fest der Schwertleite von Leupolds Sohn Ulrich wird für Nidger zum Tribunal, dem sich auch der Wertheimer Lehnsherr ausgesetzt sieht. Völlig erschüttert und desillusioniert schwört Süßkind dem höfischen Minnesang ab.

Autoren: Gerda und Paul Pagel
Regie: Dominik Neuner

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