Der kurze Sommer des Pfeiferhannes (1989)

Pfeiferhannes
Das Drama zeigt den raschen Aufstieg und das dramatische Scheitern des Viehhirten Hans Beheim (ca. 1458-1476), der im Frühjahr 1476 bei einer Bauernwallfahrt nach Niklashausen – durch Wanderprediger und den Dorfpfarrer beeinflusst – eine religiöse Offenbarung erfährt und zum Prediger wird.

Seine Worte werden zunehmend politischer und treffen schnell auf die Seelenlage des unter den sozialen Verhältnissen leidenden Volkes. Bald wird er als „Heiliger Jüngling“ verehrt und gewinnt in kürzester Zeit mehr als 30.000 Anhänger, die an den Sommerwochenenden ins Taubertal nach Niklashausen pilgern.

Der kirchlichen und weltlichen Obrigkeit jedoch ist er ein Dorn im Auge. Der greise Fürstbischof Rudolf von Scherenberg lässt den „Pfeiferhannes“ festnehmen und verurteilt den standhaften und nicht widerrufenden Jüngling als Ketzer. Am Schottenanger unterhalb der Feste Marienberg erleidet der blutjunge Hans Beheim den Feuertod.

Autor: Hans Dieter Schmidt
Regie: Ulrich Baron, Hans Günther Holzmann,
Paul Pagel

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