Die Hexenseuch' (1993)

Die Hexenseuch
Ein „Stück von damals für heute“, in dem deutlich wird, wie sehr Menschen in ihrer jeweiligen historischen Zeit Abhängige sind: vom Welt- und Menschenbild, das ihnen anerzogen wurde, von Verhaltensweisen und Denkkategorien, von sozialen und politisch-religiösen Strukturen.

Gegen Ende des 16. Jh. erreicht die tragische Hexenverfolgung auch das Städtchen Freudenberg und findet in der jungen Witwe Magdalene und in deren Mutter ihre Opfer.

Eine Atmosphäre von Verdächtigungen und Gerüchten bewirkt, dass die beiden Frauen in ihre „Hexenrollen“ hineingetrieben werden und sich unter Folter und Zwang schuldig bekennen.

Pfarrer und Bürgermeister hoffen zwar, den Ruf Freudenbergs noch retten zu können, aber die weltliche Obrigkeit, Graf Ludwig von Wertheim, besteht auf einen Prozess. Die Mühlen der Justiz arbeiten – die Hexen müssen brennen.

Freudenberg ist nicht das einzige, aber ein signifikantes Beispiel des unmenschlichen Hexenwahns.

Autor: Hans Dieter Schmidt
Regie: Dominik Neuner, Ulrich Baron, Hartmut Beil, Paul Pagel

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