DIE PÄPSTIN (Inhaltsangabe)

 

Als Johanna im Jahr 844 Papst Sergius von der Gicht heilt und zu seinem engsten Vertrauten wird, hat sie bereits einen langen und ereignisreichen Weg hinter sich gebracht.

Sie wächst auf in dem kleinen DorfIngelheim, unterdrückt von ihrem Vater, dem Dorfpriester, der ihr verbietet zu lernen. Aber Johanna hat einen scharfen Verstand und einen starken Willen. Heimlich lernt sie lesen und schreiben, sogar Griechisch und Latein. Als ihr Bruder Johannes an die Domschule geschickt wird, flieht Johanna und geht mit ihm. Sie kämpft gegen den Schulmeister, der sie schikaniert, und gegen ihre Mitschüler, denen sie geistig weit überlegen ist.

Nur Markgraf Gerold unterstützt und fördert sie. Im Laufe der Jahre kommen sie sich näher und verlieben sich.In Abwesenheit von Gerold zwingt dessen Frau Richild Johanna zur Hochzeit. Normannen überfallen jedoch die Kirche während der Zeremonie. Johanna überlebt als Einzige. An Stelle ihres getöteten Bruders geht sie ins Kloster Fulda.

Dort setzt sie, als Mönch verkleidet, ihre Studien fort und entdeckt ihr Talent zu heilen. Schon bald ist sie ein hochangesehener Arzt und Gelehrter. Als die Pest ausbricht, arbeitet sie bis zur totalen Erschöpfung. Aus Angst vor Entdeckung verlässt sie das Kloster und pilgert nach Rom.

Hier steht sie nun, Johanna, der Welt bekannt als Johannes Anglicus, Leibarzt und Vertrauter des Papstes, und muss sich entscheiden: Geht sie den Weg als Mann weiter, der es ihr ermöglicht, selbstbestimmt zu leben und zu arbeiten, oder wählt sie ein Leben als Frau, und geht mit Gerold, der nach langen Jahren plötzlich wieder vor ihr steht?