Graf Asmus - Burgherr von Freudenberg (1987)

Graf Asmus
Eigentlich hätte Asmus von Wertheim (1453-1509) im Jahre 1499 mit dem Erreichten zufrieden sein können. Als Zweitgeborener seines Geschlechts ist er zum Geistlichen bestimmt und Domprobst in Köln. Nun bekommt er überraschend 1497 die Möglichkeit für eine weltlich-politische Karriere durch den ihm zugesprochenen Besitz von Stadt und Burg Freudenberg.

Wieder in den Laienstand zurückversetzt, lässt er sich von seinen Untertanen ein neues Rathaus errichten und die Burg zu einem Renaissance- schloss vollenden. Mit Gräfin Dorothea von Rieneck-Leuchtenberg ehelicht er eine wohlhabende, attraktive Witwe, von der er sich einen rechtmäßigen Erben erhofft. Doch überzogene Herrschaftsansprüche und unerbittliche Streitlust bringen ihn zu Fall.

Im Drama wird die Persönlichkeit des Burgherrn und die Tragik seines Lebens, aber auch die schwierige Lage der Freudenberger Bürger dargestellt. Als Kontext dient die uralte Sage von der Freudenberger Burg.

Beim Festakt zur Einweihung von Burg und Rathaus kommt es zu einem Duell mit Rüdt von Collenberg. Dieser Eklat führt zur Trennung von Dorothea, die in ihr Schloss nach Grünsfeld zurückkehrt und dort 1503 stirbt.

Der darauf folgende Angriff auf Grünsfeld wird zu einem Fiasko für Asmus. Geschlagen und verwundet kehrt er zurück und stirbt 1509 vereinsamt, ohne Erben.

Autoren: Gerda und Paul Pagel
Regie: Gerda und Paul Pagel

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